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Multi RollerCoaster Tycoon Classic im Test - Nostalgiefaktor over 9000?

Dieses Thema im Forum "(P)reviews" wurde erstellt von Sebastian W., 25. Okt. 2017.

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    Woche für Woche kommen neuentwickelte Spiele und darunter aber auch dem Trend zufolge Remaster und Remakes. Bei manchen Spielereihen ist es heutzutage nicht mehr so einfach das Original zu installieren oder starten. Ein Klassiker, den viele Fans noch heute ausgiebig spielen, ist RollerCoaster Tycoon. Der Schöpfer dieser Marke, Chris Sawyer, hat nach 18 Jahren der Erstveröffentlichung in 1999 das Spiel als Classic-Version selber überarbeitet. Ende letzten Jahres gab diese Verion nur für mobile Plattformen wie iOS und Android. Seit dem 28. September steht auch eine PC- und MacOS-Fassung von Origin8 Technologies Ltd. und Atari, Inc. bei Steam für 19,99€ bereit. RollerCoaster Tycoon Classic beinhaltet eine Mischung aus den ersten beiden Originaltitel und im Vergleich zur Mobilversion auch die drei Erweiterungen Wacky Worlds, Time Twister und Toolkit.
    Somit bringen 95 Park-Szenarions von RCT und RCT2 das nostalgische Spielgefühl zurück. Dank dem Toolkit ist es möglich eigene Szenarien und Fahrgeschäfte zu entwerfen, importieren und exportieren. Bestehende Parks und Szenarien aus RollerCoaster Tycoon 2 sind importierbar.
    Wer noch ein Originalexemplar von RollerCoaster Tycoon 2 besitzt kann dies mit dem OpenSource Projekt OpenRCT2 erweitern und als Remake modernisieren.
    Ob sich RollerCoaster Tycoon Classic als Neuanschaffung lohnt, könnt ihr im Kurztest erfahren. (Achtung bei den verlinkten Screenshots, da diese hochauflösend sind)

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    Wenn ihr einen neuen Park starten wollt, müsst ihr, wie aus den alten Spielen bekannt, erst einige Szenarien freischalten. Zum Glück könnt ihr auch gleich mit den großen bunten Parks der Erweiterungen starten.

    Das relativ "altbackene" Spiel benötigt im Vergleich zu vielen modernen Spiel kaum Speicherplatz und allgemein Anforderungen. Wichtig ist nur, dass mindestens Windows 7 oder MacOS 10.10 installiert sind und hardwaretechnisch: ein 2,4 Ghz CPU, 4GB RAM, eine OpenGL 2 fähige Grafikkarte und mindestens 360 MB verfügbarer Speicherplatz vorhanden ist. Gespielt hab ich auf dem iMac (Retina 5K, 27 Zoll, 2017) mit MacOS Sierra 10.12.6 und es lief flüssig auf der festgelegten Auflösung 6400x3600.

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    Einige Tastenkombinationen können hilfreich sein und können in den Optionen nachgelesen werden.

    Der Wiedereinstieg in das Spiel fiel recht einfach, da ich das Spiel damals wirklich bis zum Erbrechen gespielt hab. Man stellt auch schnell fest, dass es keinenfalls an Charme verloren hat und die Zeit beim managen des Parks im Fluge dahinzieht. Da erst einmal Szenarien freigespielt werden sollten, bietet es sich auch an mit dem Einstiegspark: Forest Frontiers anzufangen. Euch wird neben Startkapital eine Grünfläche mit kleinen Waldanteilen zur Verfügung gestellt. Bei jedem Szenario gilt es ein Ziel zu erreichen. So müsst ihr zum Beispiel im ersten Jahr im Oktober über 250 Parkbesucher in den Park locken und die Parkbewertung auf mindestens 600 zu haben.

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    Auch unten werden euch im gelben Balken nützliche Tipps gegeben.

    Oft ist es sinnvoll seine Geschäfte und Attraktionen eng zu platzieren, damit die Besucher und vorallem eure Mitarbeiter keine zu langen Wege haben. Gerade bei den Anfangsszenarien habt ihr keine großen Flächen und vorgegebene Achterbahnen benötigen viel Platz.Daher kann man schon mal das Riesenrad direkt neben einer anderen Attraktion klatschen. Die Besucher haben trotzdem Spaß und die Kasse klingelt. Ziel ist es wie im richtigen Leben die Kredite abzubezahlen und das Konto in den grünen Bereich zu bringen.

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    Neben den Fahrgeschäften müsst ihr auch eure Besucher und vorallem euer Personal im Blick behalten.

    Wie in jedem Aufbau-Strategiespiel gibt es viele Möglichkeiten sein Ziel zu erreichen. Damit müsst ihr zum Beispiel eure Toiletten, Fressbuden und Co. gut überlegt platzieren. Die Besucher können schnell bei den Achterbahnausgängen sich übergeben und generell den Park verunreinigen. Wenn ihr euer Personal, in dem Fall die Universalhandwerker geschickt verteilt, bekommt ihr auch keine Sauberkeitsmangelbeschwerden seitens der Besucher. Anhand der Emotionen könnt ihr auch sehen wie es dem einzelnen Besucher geht, wo er ist und was er macht. Um die Stimmung aufzuheitern, könnt ihr Maskottchen einsetzen. Es ist auch nicht verkehrt zu dekorieren um die Besucher bei Laune zu halten.
    Jedes Fahrgeschäft muss regelmäßig gewartet werden oder gar repariert werden. Dafür solltet ihr auch genügend Mechaniker im Park verteilen. Wenn es an irgendeiner Stelle nicht rundläuft, werdet ihr auch benachrichtigt und habt die Möglichkeit schnell zu reagieren. Bei vollgekotzten Wegen könnt ihr auch mal schnell einen Handwerker mit Besen platzieren.
    Die Zeit zieht schnell vorbei und das Wetter ändert sich auch gegen Jahresende desöfteren.

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    Die Screenshotfunktion bietet euch nur die Möglichkeit den Park komplett abzulichten.

    Für das Einzelspielerszenario ist das Spiel wirklich super. Das Toolkit ermöglicht euch in Ruhe Achterbahnen oder Szenarien ohne Geld- und Zeitdruck zu gestalten. Aber irgendwie hat man das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. In der heutigen Zeit wird viel in Richtung Multiplayer und Ko-Op gelegt. Offline-Ko-Op bietet sich bei dem Spiel natürlich nicht an aber Online gäbe es viele Möglichkeiten mit Freunden an einem Park gemeinsam zu basteln. Das ist ein wichtiges aber leider fehlendes Feature bei einem "Remake", das einfach 19,99€ kostet. Das OpenSource Projekt OpenRCT2 bietet seit November 2015 dagegen einen Multiplayer-Teil an.

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    Ziel erreicht! Ab zu den nächsten Szenarien.


    Fazit:
    RollerCoaster Tycoon Classic weckt auf jeden Fall die Nostalgiegefühle. Alles im allen fühlt es sich original an. Leider hat man sich bei der Umsetzung zu wenig Mühe gescheut neue Inhalte oder Spielweisen einzufügen. Dazu fühlt man sich irgendwie etwas komisch wenn es günstigererweise mit dem Original des zweiten Teils eine OpenSource Projekt gibt, das es ermöglicht mit mehreren Spielern zusammenzuspielen.
    Wer dennoch damit leben kann und ohne Aufwand nur alleine Parks bauen möchte, kann mit RollerCoaster Tycoon Classic nichts verkehrt machen.

    RollerCoaster Tycoon Classic ist seit dem 28. September 2017 auf Steam für Windows und MacOS erhältlich!
     
    Sebastian W.

    Sebastian W. bAstimc
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  2. Kommentare (3)
  3. Ich bin mir bei vielen alten Spielen unsicher, denn ich möchte mir meine Erinnerung nicht kaputt machen. Ich lebe lieber mit einer schönen Erinnerung.

    - gesendet aus der One-4-U App
     
  4. Ich spiele den Klassiker noch ab und zu auf dem Handy. Was mir allerdings fehlt ist ein Sandbox-Modus, in dem ich vollkommen frei bin und ich mir auch das Gelände selbst terraformen kann. Ansonsten ist RCT natürlich eine klasse Klassiker, der nach wie vor noch unheimlich Spaß macht.
     
  5. Ja das Toolkit ist nur in der Steam-Version. Ist schade :S
     
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