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PS4 Gran Turismo SPORT im Test - Wehe, wenn das Netzwerk fehlt!

Dieses Thema im Forum "(P)reviews" wurde erstellt von Bull, 21. Nov. 2017.

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  1. PS4 Gran Turismo Sport
    Racing 2017-10-18 Sony Online Entertainment Polyphony Digital Jetzt bestellen

    Knapp 4 Jahre nach Teil 6 schickt Polyphony Digital einen neuen Ableger des PlayStation exklusiven Urgesteins Gran Turismo ins Rennen. Dieser folgt allerdings nicht der offiziellen Nummerierung, sondern trägt lediglich den Zusatz "Sport" im Namen. Was es damit auf sich hat, und ob sich Gran Turismo Sport gegen die jüngste Konkurrenz aus den Häusern Turn10 und Slightly Mad Studios durchsetzen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

    Das Intros nicht immer krachend und rockig sein müssen, beweist Gran Turismo Sport bravourös. Sanfte Piano-Töne und klassische Musik, begleitet von historischen Bewegtbildern aus der Rennsportgeschichte verschaffen mir als Intro-Fan einen leichten Anflug von Gänsehaut. Ein wirklich perfekt inszenierter Einstieg in das Spiel. Aber ein gutes Intro macht noch lange kein gutes Spiel. Denn direkt am Start tritt Gran Turismo Sport schon mal ganz leicht auf die Bremse. Die Übernahme der Daten aus der Beta wurde zwar angeboten, aber es wurde lediglich der erspielte Fuhrpark übernommen. Dies schien sich jedoch von Spieler zu Spieler unterscheiden, denn einige berichteten von der Übernahme des gesamten Beta-Fortschrittes, bei anderen wiederum wurde schlicht gar nichts übernommen. Sei's drum, das tut dem Spiel aber keinen Abbruch.

    Nach dem Intro begrüßt uns Gran Turismo Sport mit einem Hauptmenü im Stil eines Bilderrahmens. In der Mitte ist eine riesige Freifläche zur Präsentation der Fahrzeuge oder allerlei wissenswertes rund um das Thema Auto und Rennsport. Von hier aus haben wir Zugriff auf die Infoleiste, die einzelnen Menüpunkte, Händler und natürlich die Spielmodi.

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    Der Homescreen im Stil eines Bilderrahmens. Von hier aus habt ihr auf alles Zugriff.

    Die Händler sind in drei Regionen unterteilt. Amerika, Europa und Asien. Innerhalb der Gebiete können wir die verschiedenen Markenhändler aufsuchen und uns für eins der mehr als 150 Fahrzeuge entscheiden. Die Auswahl ist bunter Mix aus Serienfahrzeugen, GT-Rennern und Konzept-Fahrzeugen. Ja, ihr habt richtig gelesen 150 ist richtig, es fehlt auch keine Null. Die Auswahl ist im Vergleich zu den vorherigen Teilen sehr übersichtlich, aber mal ehrlich, wer konnte denn in der Vergangenheit mit dem 200sten Skyline und dem 250sten NSX auch nur irgendetwas anfangen? Die Fahrzeuge in Gran Turismo Sport sind dafür bis ins kleinste Detail perfekt ausmodelliert und sind ein wahres Fest fürs Auge. Alle Fahrzeuge haben ein Cockpit, was in der Vergangenheit bei vielen GT-Anhängern für Verdruss gesorgt hatte. Die Auswahl der Fahrzeuge erfolgt über die Markenansicht, welche nach dem jeweiligen Land des besuchten Marktes sortiert ist. In den Schauräumen selbst gibt es neben den Fahrzeugen noch allerhand Zusatzinfos zu den Autos, wie beispielsweise die Geschichte des Modells und technische Daten. Zudem gibt es Videos zum anschauen und im Falle besonders geschichtsträchtiger Hersteller, wie beispielsweise Porsche, ein eigenes, schön präsentiertes Museum in Form einer Zeitleiste.

    Der gesamte Show-Aspekt ist irre aufwendig präsentiert, aber ist es auch hilfreich oder gar sinnvoll? Hätte man die Energie und die Liebe zum Detail nicht besser an anderer Stelle in das Spiel eingebracht? Darüber kann und wird man geteilter Meinung sein. Schön anzusehen ist es aber allemal. Was aber definitiv fehlt, ist die Möglichkeit einer Probefahrt. Die wenigsten Menschen kaufen ein Auto, ohne vorher damit Probe gefahren zu sein. In Gran Turismo Sport haben wir leider keine Möglichkeit, den potenziellen Traumwagen vorher ausgiebig zu testen. Das ist Schade, denn gerade am Anfang, wo Credits nicht unbedingt reichhaltig vorhanden sind, will es demnach gut überlegt sein, ob man einen sechsstelligen Betrag in ein GT3-Fahrzeug blind investieren möchte. Ihr habt allerdings die Möglichkeit, einen Fahrervertrag zu unterzeichnen. Dieser Fahrervertrag wird zwischen euch und einem Fahrzeughersteller geschlossen und ihr dürft nach der Unterschrift für die Dauer einer Saison die Modelle des Herstellers fahren, ohne Geld dafür auf den virtuellen Tisch legen zu müssen. Allerdings werden die Fahrzeuge nach Erfüllung des Vertrages wieder aus eurer Garage entfernt. Für die anfangs klamme Haushaltskasse allerdings eine lukrative Möglichkeit, das begehrte Auto von Beginn an zu fahren.

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    Per Vertrag mit einem Hersteller könnt ihr seine Fahrzeuge für einen begrenzten Zeitraum kostenlos nutzen.

    Haben wir uns dann irgendwann einmal für ein Auto entschieden, wollen wir natürlich auch fahren. Beim Überblick der verfügbaren Spielmodi bremst Gran Turismo Sport so hart, wie ein GT3 auf Lago Maggiore vor der 180° Kehre und nimmt uns gehörig den Wind aus den Segeln. Ohne eine bestehende Internetverbindung ist das Spiel nahezu nutzlos. Man kann sich zwar offline mit Gran Turismo Sport beschäftigen, allerdings wird nichts von alledem gespeichert, was man offline alles erarbeitet hat, da der Spiele-Fortschritt ausschließlich bei bestehender Netzwerkverbindung gespeichert wird und zwar ausschließlich online und nicht auf der Konsole selbst. Der allgemeine Tenor nach dem warum ist, das man damit die Manipulation von Spielständen verhindern möchte. Das man das auch hätte anders lösen können, da sind wir uns vermutlich alle einig. Warum der Weg so gewählt wurde, wird wohl ausschließlich Polyphony Digital wissen.

    Das Always On Konzept hat in der Vergangenheit schon etlichen Soft- und Hardware-Herstellern einen nachhaltig schlechten Ruf eingebracht, von dessen Nachwehen sich zum Beispiel Microsoft bis heute nicht gänzlich erholt hat. Es gibt, wie überall, Befürworter und Gegner dieses Konzeptes, so ist es nicht verwunderlich, das sich auch in Gran Turismo Sport daran die Geister scheiden. Fakt ist aber, das das Spiel ohne eine bestehende Internetverbindung nutzlos ist. Sollte die fehlende Server-Verbindung auf das heimische Netzwerk oder einen Fehler bei Polyphony Digital zurückzuführen sein, bleibt als Abhilfe nur, das Spiel entweder so lange weiterzuspielen, bis die Verbindung wiederhergestellt wurde, oder die PlayStation 4 in den Ruhemodus zu versetzen, allerdings ist dann auch das Spielen eines anderen Spiels nicht möglich.

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    Befindet sich das Spiel im Leerlauf, werden euch allerlei nützliche Informationen im Homescreen angezeigt.

    Haben wir das Offline-Ärgernis überwunden und die Netzwerkverbindung wiederhergestellt, können wir uns den eigentlichen Spielmodi widmen. Oben links prangert der Begriff "Kampagne". Wer jetzt aber eine echte Kampagne oder Karriere, wie beispielsweise in Forza Motorsport 7, Project Cars 2 oder Dirt 4 erwartet, der wird abermals einen herben Rückschlag einstecken müssen. Denn der Begriff "Kampagne" ist dabei mehr als irreführend. In der Kampagne gibt es lediglich die Möglichkeit, die Fahrschule zu absolvieren, in Missionen verschiedene Herausforderungen zu meistern oder unter dem Punkt "Streckenerfahrung" sein Können auf den 17 Strecken mit insgesamt 40 Variationen zu verbessern. Alle Abschlüsse werden mit Geschenk-Fahrzeugen belohnt und jeder einzelne Test bringt Credits, Bonusmeilen und Erfahrungspunkte für euer Fahrerprofil. Mehr gibt die Kampagne leider nicht her.

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    in der Kampagne könnt ihr Streckenerfahrung sammeln, indem ihr die Strecken Abschnitt für Abschnitt erlernt.

    Etwas besser stellt sich der Arcade-Modus dar. Das Arcade bezieht sich nur auf den Modus selbst. Mit dem Fahrzeug-Handling hat das nichts gemein. Im Arcade-Modus könnt ihr an einzelnen Rennen teilnehmen, Zeit- und Driftrennen bestreiten oder ein Renn-Event nach euren persönlichen Vorlieben erstellen. Dabei kann der Rennort, Anzahl der Runden, Gegner, deren Stärke, sowie verschiedene Modifikatoren für Treibstoff- und Reifenverschleiß, mechanischen Schaden, sowie Strafen und Regeln gewählt werden. Für den Abschluss dieser Rennen gibt es ebenfalls Belohnungen in Form von Credits, Bonusmeilen und Erfahrungspunkten. Der Modus macht Spaß und eignet sich hervorragend zum hamstern von Belohnungen, da er wesentlich abwechslungsreicher als die Kampagne ist. Allerdings ist die Standard-Fahrzeugauswahl in den Arcade-Rennen stark eingeschränkt. Gerade in Anbetracht der fehlenden Probefahrt-Möglichkeiten hätte es hier ruhig etwas mehr sein dürfen, oder die Auswahl rotieren können. Allerdings habt ihr jederzeit die Möglichkeit, auf euren Fuhrpark zurückzugreifen. Vorausgesetzt, ihr habt die Fahrzeuge aus den vorgegeben Klassen.

    In den benutzerdefinierten Veranstaltungen ist das selbstverständlich hinfällig, da ihr dabei die Regie selbst übernehmt. Was mir persönlich fehlt, ist eine Rückspul-Funktion im Arcade-Modus. Mir ist durchaus bewusst, das richtige Rennfahrer ihre Rennen auch nicht zurückspulen können, allerdings klingelt es bei denen auch während des Rennens nicht an der Tür oder am Telefon, oder der Nachwuchs steht plötzlich daneben, und fragt: Papa, kannst du mal bitte... . Von daher bleibt nach einem Fehler nur der Neustart.

    Die KI im Arcade-Modus ist eigentlich keinerlei Erwähnung wert. Sie agiert eher defensiv und zeigt sich kaum kampfeslustig. Weder gegenüber dem Spieler, noch großartig untereinander. Allerdings gibt es dadurch auch so gut wie keine groben Schnitzer. Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist die KI für Veteranen problemlos zu bezwingen. Man merkt deutlich, das hier der Schwerpunkt auf dem Online-Modus liegt und der KI nicht all zuviel Sorgfalt zuteil wurde.

    Zum Zeitfahren selbst gibt es nicht viel zu sagen. Euer Auto, eure Strecke und dann pedal to the metal. Euer Geist hilft euch sehr gut dabei, eure eigenen Bestzeiten zu schlagen und auch hier gefahrene Strecken werden euch auf eure Fahrerstufe, eure Bonusmeilen und nicht zuletzt auf euer Credit-Konto angerechnet. Neben den Streckenherausforderungen ist das die beste Möglichkeit, eure eigenen Zeiten zu perfektionieren.

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    Offline könnt ihr neben der Fahrschule und der Streckenerfahrung Missionen abschließen. Am Ende der Leiste winkt ein Bonus-Fahrzeug.

    Der Driftmodus erfindet das Rad nicht neu und ist eine Abwechslung zum Rundstrecken-Alltag. Wer mag, kann hier auf den Strecken von Abschnitt zu Abschnitt driften und dabei möglichst viele Punkte einfahren oder besser gesagt, erdriften. Dabei ist es wie immer: Je länger der Drift und je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Punkte gibt es. Mehr ist es nicht. Der Driftmodus wirkt in Gran Turismo Sport ebenso fehl am Platz, wie auch in anderen Rennspielen. Da er aber völlig optional ist, wird sich definitiv niemand daran stören. Auch hier gibt es Erfahrungspunkte, Meilen und Credits abzustauben.

    Das Belohnungssystem allgemein ist sehr gelungen und motiviert zum abschließen der Aufgaben, denn durch die gesammelten Erfahrungspunkte, steigt ihr in der Fahrerstufe auf und die verdienten Bonusmeilen könnt ihr im Meilenshop auf den Kopf hauen. Der Meilenshop hat einerseits kosmetische Sachen, wie Rennanzüge und Helme für den Fahrer, oder Sticker und Felgen für eure Autos. Zudem gibt es im Meilenshop Autos, die ihr nicht beim Händler erwerben könnt. Dem Sammeltrieb kann man also auch in Gran Turismo Sport erliegen. Zudem gibt es beim Erreichen von bestimmten Meilensteinen ein zufälliges Fahrzeug als Geschenk. Dies wird mit viel Tamtam und einer Art Los-Sequenz präsentiert.

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    Eure Geschenke erhaltet ihr in einer Los-Sequenz. Hoffentlich der Rennwagen...doch nicht...

    Für Nostalgiker und Freunde des Couch-Koop hat Polyphony Digital einen 2-Spieler-Splitscreen parat. Ebenso gibt es die Möglichkeit Gran Turismo Sport in einer VR Tour zu Spielen. Entgegen früheren Vermutungen, das gesamte Spiel sei in VR zu spielen, kann man lediglich 1:1 Duelle gegen andere Gegner bestreiten. Da mehrere Termine, den VR Modus auszuprobieren bei mir gescheitert sind, kann ich den Modus nicht abschließend beurteilen und auch nicht bewerten.

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    Im Meilenshop könnt ihr eure erfahrenen Bonusmeilen verpulvern. Von Stickern, Farben über Anzüge bis hin zu nicht alltäglichen Autos.

    Wo Online-Zwang drauf steht, dürfen Social-Komponenten nicht fehlen. Gran Turismo Sport bietet euch dabei eine Vielzahl an Möglichkeiten. So könnt ihr nicht nur euren Freunden folgen, deren Freigaben ansehen und bewerten und euch über deren Fortschritt auf dem Laufenden halten, sondern auch sämtliche Freigaben in Form von Fotos, Wiederholungen, Aufkleber, Lackierungen und Anzug-Designs suchen, betrachten und bei Gefallen auch herunterladen und benutzen. Dabei stehen allerlei Filtermöglichkeiten zur Verfügung, um beispielsweise schnell an ein Fahrzeugdesign für sein Lieblingsauto zu kommen. Zudem ist es möglich alle entsprechenden Freigaben zu bewerten und auch zu kommentieren.

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    Im Social-Bereich eures Profils könnt ihr eure Sachen freigeben und sehen, was eure Freunde so alles treiben.

    Der bereits an einigen Stellen erwähnte Fotomodus setzt Maßstäbe in dem Genre. Wer möchte, kann sich einen etwa 9GB großes, kostenloses Add-On herunterladen, das eine Vielzahl an Foto-Schauplätzen rund um den Globus enthält. Ihr könnt wahlweise Rennfotos aus den Replays heraus aufnehmen, oder eben jenen Scapes-Modus dafür Nutzen. Dieser Modus bietet traumhafte Foto-Kulissen aus der ganzen Welt. Ihr könnt eure Fahrzeuge in diese Kulissen einfügen und aus verschiedenen Perspektiven fotografieren. Dabei stehen nicht nur unterschiedliche Kamerawinkel und klassische Fotofunktionen, wie Blende, Verschlusszeit und Fokus zur Verfügung, sondern auch eine Vielzahl von verschiedenen Filtern auf mehreren Ebenen. Die fahrzeugeigene Beleuchtung kann ebenfalls in vielen Varianten an- und abgeschaltet werden.

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    Der Fotomodus in Gran Turismo Sport setzt neue Maßstäbe. Ihr könnt euer Auto in weltweit schönen Schauplätzen positionieren...

    Der Fotomodus ist in Gran Turismo Sport wahrlich premium. Gleiches gilt für die Replays. In keinem anderen aktuellen Rennspiel sind die Replays derart dynamisch und klassisch inszeniert, wie in Gran Turismo Sport. Der Schnitt ist zackig und flott bei einer enorm hohen Bildqualität. Beim betrachten der Replays könnte man glatt meinen, ein Live-Rennen am heimischen Fernseher zu verfolgen. Gesammelte Fotos und Replays können im eigenen Fahrerprofil freigegeben werden, so dass alle Spieler in den Genuss eurer Aufnahmen kommen können.

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    ...oder Fotos direkt aus dem Renngeschehen heraus aufnehmen.

    Das Herzstück in Gran Turismo Sport ist, wer hätte es erraten, der Online Multipalyer. Schließlich tritt das Spiel mit dem offiziellen Segen der FiA an, ein Novum in der Computerspiele-Geschichte. Direkt starten und loslegen kann man trotzdem nicht. Zuvor muss man sich zwei Videos ansehen. Eines zum Thema Sportsgeist und ein weiteres zum Thema Fairness auf der Strecke. Hat man die knapp fünf Minuten hinter sich gebracht, dann kann es auch schon los gehen. Der Online-Multiplayer umfasst derzeit drei tägliche Rennen, welche beliebig oft wiederholt werden können. Die Strecken sind dabei für das jeweilige Rennen vorgegeben, bei einigen Veranstaltungen ist auch das Fahrzeug fix. Diese Konstellationen wechseln täglich. Kann man das Fahrzeug innerhalb der Klasse frei wählen, dann werden durch die Balance of Performance (BoP) die Fahrzeuge aneinander angeglichen. Dies erfolgt in der Regel über Leistung und Gewicht. Die Rennen finden zu vorgegebenen Zeiten statt, die Meldefrist zur Teilnahme ist bereits einige Zeit vorher möglich. Hat man seine Teilnahme bestätigt, kann man die Wartezeit mit der Qualifikation überbrücken. Qualifizieren kann man sich übrigens auch zwischen den Rennen, die erfahrene Bestzeit hat dabei den gesamten Tag über Bestand. Bei der Qualifikation ist man generell allein auf der Strecke. Als große Hilfe bei der Qualifikation stellt euch Gran Turismo Sport dabei einen Geist an die Seite, der eure jeweilige Bestzeit markiert. Fährt man die Qualifikation nach der Anmeldung zum Rennen, läuft oben in der Bildschirm-Mitte der Countdown zur Spielersuche. Geht dieser Countdown auf null, wird die Qualifikation rigoros beendet. Unabhängig, wo ihr euch gerade auf der Strecke befindet und ob ihr gerade im Begriff seid, eine Bestzeit zu fahren. Das ist sehr schade, hier hätte ich mir die allgemeine Regelung im Motorsport gewünscht, wobei man die angefangene Runde beenden kann.

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    Nach den beiden Tutorial Videos könnt ihr in den Online-Multiplayer einsteigen. Diese Videos sind Pflichtlektüre.

    Zudem sind aktuell zwei Meisterschaften in der Testphase, die sicherlich nach erfolgreichem Abschluss ihren permanenten Platz im Spiel haben werden. Bei den Meisterschaften sollte nicht unerwähnt bleiben, das ihr bei eurer Teilnahme dann auch wirklich regelmäßig teilnehmen solltet, denn verpasst ihr Rennen, habt ihr keine Chance mehr, eine gute Platzierung einzufahren.

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    Die Online-Meisterschaften befinden sich derzeit noch in der Testphase.

    Steht die Startaufstellung fest, geht es nach einer sehr kurzen Einführungs-Sequenz mit fliegendem Start ins Rennen. Grüne Flagge, ab jetzt kommt die Neuerung und der Grund für den Online-Zwang in Gran Turismo Sport voll zum Tragen: Eure Sportsgeist- und Fahrerwertung. Wie auch Project Cars 2, versucht Polyphony Digital bei Gran Turismo Sport, die Pistenrowdys auszusperren, beziehungsweise unter sich zu lassen. Hierfür kommt die Sportsgeist-Wertung zum tragen. Fahrt ihr sauber und rücksichtsvoll, dann steigt eure Sportsgeist-Wertung, rempelt ihr euch durch das Feld oder fahrt gar unfair, dann sinkt diese entsprechend. Signalisiert bekommt ihr das ganze über einen blauen (positiv) oder einen roten (negativ) Pfeil in der Bildschirm-Mitte. Positiv wird euch generell eine saubere Fahrweise angerechnet, das geht mit sauberen Runden, ohne abzukürzen los und hört bei Zweikämpfen und Überholmanövern, die fair und ohne Kontakt ablaufen auf. Gleiches gilt, wenn ihr selbst von einem Gegner überholt werdet. Fahrt ihr fair, steigt der Sportsgeist. Blockt ihr unfair, sinkt er. Ebenso sinkt der Sportsgeist, wenn ihr Schikanen schneidet oder in Kollisionen verwickelt werdet. Ich schreibe bewusst nicht verursacht, denn genau wie Project Cars 2, kann Gran Turismo Sport nicht zwischen Schädiger und Geschädigtem unterscheiden, so kommt es des Öfteren vor, das ihr selbst mit einem Bump aus der Bahn geworfen, oder von der Strecke befördert werdet und dafür selbst das Sportsgeist-Minus oder, sollte die Kollision zu stark gewesen sein, eine Zeitstrafe erhaltet. Das sorgt insofern für Unmut, da negative Sportsgeist-Wertungen wesentlich höher gewichtet sind, als positive.

    Sind die Abkürzungen beispielsweise mit einem Zeitvorteil verbunden oder die Kollisionen zu heftig, dann bekommt ihr neben der Sportsgeist-Abwertung noch zusätzlich eine Zeitstrafe aufgebrummt. Diese muss GT-typisch mit langsamer Fahrt abgesessen werden. Ihr könnt das ignorieren und weiterfahren, dann wird euch aber die Zeitstrafe auf das Endergebnis angerechnet. Leider sind sowohl Sportsgeist-Abwertungen, als auch Zeitstrafen nicht immer nachvollziehbar. Das trübt das theoretisch gute System.

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    Euer Sportsgeist spiegelt eure Fairness auf der Rennstrecke wider. Abwertungen sind allerdings nicht immer nachvollziehbar.

    In der Fahrerwertung spiegelt sich euer Erfolg wider. Belegt ihr regelmäßig gute Platzierungen, dann steigt ihr in der Fahrerwertung auf. Aber Achtung: Die Fahrerwertung hat eine Obergrenze, die von der Sportsgeist-Wertung abhängt. Es reicht demnach nicht, regelmäßig zu siegen, wenn ihr euch dabei wie die Axt im Walde aufführt. Ihr könnt nur aufsteigen, wenn ihr in der Sportsgeist-Wertung ebenfalls eine positive Bilanz vorweisen könnt. Ist das nicht der Fall, dann droht sogar der Abstieg in der Fahrerwertung, trotz jeder Menge Rennsiege. Momentan funktioniert das System recht solide, wenn auch nicht immer 100%ig nachvollziehbar. Grob unfaire Bewertung meiner Rennen konnte ich im Test keine ausmachen. Dafür sorgt auch das nahezu perfekte Matchmaking. Getreu dem Motto gleich und gleich gesellt sich gern, werdet ihr nur in Lobbies geworfen, die eurer Sportsgeist- und Fahrerwertung entsprechen. Das motiviert, denn so ist von vorn herein klar, das theoretisch jeder gute Chancen auf eine gute Platzierung hat.

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    Die Fahrerwertung reflektiert eure Ergebnisse in den Online-Rennen. Sie ist an die Sportsgeist-Wertung gekoppelt.

    Abseits des Sportmodus habt ihr die Möglichkeit öffentlichen, von Spielern erstellten Lobbies beizutreten oder eure privaten Lobbies zu erstellen. Der Host kann dabei festlegen, ob Sportsgeist- und Fahrerwertung zur Anwendung kommen, und selbstverständlich auch welche Stufe für eure Lobby gelten soll. Allerdings gibt es weder in den privaten, noch in den öffentlichen Lobbies Auf- und Abwertungen der Sportsgeist- und Fahrerwertung. Für die Suche nach öffentlichen Lobbies stehen umfangreiche Filtermöglichkeiten zur Hand, so dass ihr schnell zu eurem gewünschten Online-Spiel gelangt.

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    Die täglichen Online-Rennen sind jeweils für einen Tag verfügbar, danach gibt es neue. Strecken und Autos werden dabei vorgegeben.

    Das war jetzt alles recht viel "drumherum". Aber wie fährt sich Gran Turismo Sport nun eigentlich? Wie klingt es? Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an?
    Vornweg, es fährt sich vortrefflich. Der Einstieg mit dem DualShock 4 Controller ist spielend leicht. Man nimmt den Controller in die Hand und fährt drauf los. Kein Aufwendiges Einstellen von Totzonen, kein Anpassen der Empfindlichkeiten, einfach fahren. Die Gamepad-Steuerung ist der von Forza Motorsport 7 absolut ebenbürtig. Das sich Der Konkurrent aus dem Hause Turn10 mit dem Gamepad dennoch besser anfühlt, liegt am DualShock 4 selbst und somit außerhalb des Einflussbereiches von Polyphony Digital. Wie gesagt, mit dem Controller sind aus der kalten heraus problemlos schnelle und solide Runden möglich, fast perfekt wird es aber erst mit einem Lenkrad. Aber eben nur fast perfekt. Ich habe Gran Turismo Sport mit dem T500RS getestet. Mit dem Lenkrad fühlt sich Gran Turismo Sport noch eine ganz Ecke immersiver an, als mit dem DualShock 4. Das Force Feedback lässt zwar kaum Einstellmöglichkeiten zu, ist aber solide und gut. An das Force Feedback eines Project Cars 2, geschweige denn an das Force Feedback von Assetto Corsa kommt Gran Turismo Sport allerdings bei weitem nicht heran. Aber es ist solide und definitiv brauchbar.

    Unverständlicher Weise hat Polyphony Digital auf jegliche Kalibrierungsoptionen verzichtet. So ist es nicht möglich, das Lenkrad selbst oder was in meinem Falle noch viel wichtiger wäre, die Pedale zu kalibrieren. Ich nutze an meinem T500RS den Basher-Bremsmod für ein realistischeres Bremsgefühl, allerdings kann ich ob der fehlenden Kalibrierungsmöglichkeit mit dem Mod nicht den vollen Bremsdruck ausüben. Man kann dem zwar ein Stück weit mit dem Fahrzeugtuning entgegenwirken, aber es ist wahrlich nicht der Sinn der Sache. Ebenso wird weder das Kupplungspedal noch der TH8A-Shifter korrekt unterstützt, was sich gerade bei den Serienwagen in der Schaltdauer stark negativ auswirkt.

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    Selbstverständlich können die Renner in Gran Turismo Sport auch optimiert und auf eure Bedürfnisse angepasst werden.
    Die Fahrphysik ist ein gelungener Mix aus Simulation und Arcade und ähnelt dem Fahrmodell von Forza Motorsport 7, auch wenn sich die beiden Spiele dennoch unterschiedlich anfühlen. Man merkt deutlich die unterschiedlichen Antriebskonzepte, sowie Über- und Untersteuern. Reifenverschleiß macht sich genau so bemerkbar, wie der Treibstoffverbrauch. Die Fahrzeuge reagieren allesamt glaubwürdig und nachvollziehbar, ohne dabei zu frustrieren. Fahrphysikalisch bleibt das Zepter aber definitiv und unangefochten bei Assetto Corsa.

    Für Fahranfänger oder Freunde verschiedener Fahrhilfen steht ein reichhaltiges Portfolio an Assistenzsystemen zur Verfügung. Das beginnt bei simplen Hilfen wie den Kurvenmarkierungen, welche entgegen meiner ersten Vermutungen wirklich hilfreich sind, über die Ideallinie, welche allerdings nicht dynamisch reagiert, ABS, Traktionskontrolle bis hin zum Autopiloten für absolute Fahranfänger. Freunden von keinerlei Fahrhilfen sei gesagt: Ihr könnt fast alle im Hauptmenü deaktivieren. Warum nur fast? Weil sich die Traktionskontrolle leider nicht im Hauptmenü komplett deaktivieren lässt. Dies muss jedes Mal umständlich innerhalb der Sitzung gemacht werden. Warum das so ist, das wird wohl nur Polyphony Digital selbst wissen. Ebenso ärgerlich ist es, das man innerhalb der Sitzung keinen Zugriff auf das Controller-Layout hat, um gegebenenfalls Änderungen an der Steuerung zu übernehmen. Unverständlich ist auch, warum man die eigentlich umfangreichen Audio-Einstellungen auch ausschließlich über das Hauptmenü vornehmen kann. Musik zu laut eingestellt? Pech gehabt, entweder die Sitzung verlassen, oder mit der lauten Musik klar kommen. Fairerweise muss man sagen, das das alles nach den ersten Spielstunden erledigt sein wird und nur am Anfang nervig ist. Die Traktionskontrolle mal davon ausgenommen.

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    Grüne Flagge! Es wird fliegend gestartet. Alles läuft flüssig und sieht dabei fantastisch aus.

    Optisch ist Gran Turismo Sport derweil ein echtes Sahnestück, selbst auf meinem 1080p Plasma wirkt das Spiel sehr plastisch und farbenfroh. Gestochen scharfe Texturen, kein Kantenflimmern und eine enorme Weitsicht zaubern ein wunderschönes und absolut flüssiges Bild auf den Fernseher. Während der gesamten Testzeit gab es weder Framedrops noch Tearing, selbst bei voller Strecke nicht. Die in so vielen Rennspielen bemängelte triste Umgebungsgrafik ist in Gran Turismo Sport ebenfalls sehr detailliert dargestellt. Selbst Forza Motorsport 7 kann da nicht ganz mithalten. Dennoch wirkt das "Drumherum" in Forza dynamischer und lebendiger, was aber der ganzen Sache definitiv keinen Abbruch tut. Es ist und bleibt ein optischer Leckerbissen. Zudem hat Gran Turismo Sport die bislang detailliertesten und umfangreichsten Bild-Kalibrierungsoptionen für allerlei Gegebenheiten. So erkennt das Spiel das PlayStation 4 Pro System und fragt den Spieler ob er mehr Details oder eine flüssigere Framerate haben möchte. Ich habe auf meinem 1080p Plasma beides probiert und habe mich für die bessere Bildqualität entschieden, da ich selbst dort keinerlei Einbrüche der Framerate zu verzeichnen hatte. Besitzer eines 4K-Fernsehers mit HDR können zudem die Helligkeit perfekt auf ihr Panel abstimmen. Bravo, das wünsche ich mir als Standard bei allen Spielen. Getrickst wird trotzdem, vor allen bei den Reflexionen der Umgebung in den Fahrzeuglacken, aber das fällt keinem Spieler auf, sondern nur DigitalFoundry.

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    Gran Turismo Sport erkennt euer PlayStation 4 Pro System und gibt euch die Qual der Wahl. Ich habe mich für Qualität entschieden.

    Freunde von verschiedenen Wettereffekten schauen leider in die Röhre. Regen sucht man bei Gran Turismo Sport vergebens. Gefahren wird generell im Trockenen. Lediglich die Tageszeit zwischen kurz vor Fünf in der Früh bis kurz vor Acht am Abend kann gewählt werden. So rar wie das Wetter hat sich -leider serientypisch- auch das optische Schadensmodell gemacht. Traditionell sehen selbst nach einem harten Rennen die Fahrzeuge aus, wie eben frisch vom Händler gekauft. Das zerrt gewaltig an der Immersion, gerade in den bereits angesprochenen hervorragenden Replays wirkt sich das fehlende optische Schadensmodell negativ aus. Es ist dieses typische Irgendwas-Fehlt-Gefühl. Wer aber denkt, mit Auto-Bowling ans Ziel zu gelangen, der irrt gewaltig. Denn mechanischer Schaden ist schon vorhanden. Kollisionen bleiben also auch hier nicht ungefährlich und sorgen trotz makelloser Optik für ein krummes Auto.

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    Gran Turismo Sport bietet die bislang umfangreichsten Einstellungen für HDR. Das darf gern Standard werden.

    Akustisch ist Gran Turismo Sport seinen Vorgängern um Längen voraus. Zwar hinkt es in Sachen Motorensounds noch immer der Konkurrenz hinterher, aber im Vergleich zu allen Vorgängern ist es eine enorme Steigerung. Die Motoren hören sich nun endlich wie richtige Motoren an, allerdings ähneln sich diese untereinander zu sehr. Die Effekt-Geräusche wie Curbs, Rutschen oder Ausritte in die Botanik machen allerdings eine ordentliche Figur. Die Hintergrund-Musik und der Soundtrack ist wunderbar gelungen und umfasst die Genres Rock, Pop, Electronic, Drum & Base, Rap und Independent.

    Den Ausklang unseres Tests bildet der Lackierungseditor. Erstmals in der Gran Turismo Reihe dürft ihr eure Autos nach euren persönlichen Vorlieben anpassen. Allerdings nur die Autos, die ihr auch selbst erworben habt. Geliehene Fahrzeuge aus einem Fahrer-Vertrag können nicht lackiert oder verändert werden.
    Mit dem Editor könnt ihr eure Fahrzuge nicht nur nach Herzenslust bunt anmalen, sondern mit Hilfe von verschiedenen Mustern, Plaketten und Aufklebern ein richtiges Renndesign basteln. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings gerade zu Beginn eine Engelsgeduld, denn der Lackierungseditor benötigt eine ordentliche Portion Eingewöhnungszeit. Hat man den Dreh aber erst einmal raus, lassen sich wunderschöne Designs kreieren, die ihr dann in eurem Profil mit der ganzen Spielerschaft teilen und auch zum Download anbieten könnt. Wer eine Nummer kleiner beginnen möchte, der fängt anstelle der Autos mit den Helmen oder Rennanzügen an. Hier ist allerdings nur die Farbe veränderbar. Logos oder Muster können weder auf Anzügen, noch auf Helmen angebracht werden.

    Allein mit dem Erstellen von Designs kann man in Gran Turismo Sport etliche Stunden verbringen, somit stellt der Lackierungseditor einen echten Mehrwert dar.

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    Der Lackierungseditor ist ein Zeitfresser. Er macht Spaß und beschäftigt für Stunden.


    Fazit

    Gran Turismo Sport macht Spaß. Es präsentiert sich eigenwillig und gelungen. Das kann ich nach dem Test absolut unterschreiben. Der Schwerpunkt aber liegt eindeutig auf dem Online-Multiplayer-Bereich. Dieser funktioniert auch tadellos. Gran Turismo Sport sieht verdammt gut aus und läuft technisch absolut sauber. Der Fotomodus ist der beste, den es je in einem Rennspiel gegeben hat und die Pad-Steuerung ist nahezu perfekt. Fahrphysikalisch gibt sich Gran Turismo Sport ebenfalls keine Blöße und findet einen hervorragenden Mix aus Simulation und Spielbarkeit. Der Lackierungseditor lässt kreative Herzen höher schlagen und rundet das Spiel perfekt ab. Allerdings ist in der Nähe von Licht auch immer Schatten. Leider lässt sich mit Gran Tursimo Sport ohne eine bestehende Verbindung zum Server so gut wie nichts anfangen. Eine Offline-Karriere, oder wenigstens die Möglichkeit offline zu speichern, um sich bei bestehender Verbindung zu synchronisieren hätte dem Spiel gut getan. Auf's Gemüt drücken auch das fehlende optische  Schadensmodell, sowie die fehlende Möglichkeit, Lenkrad und Pedale zu kalibrieren. Auf den fehlenden Wettereffekten möchte ich gar nicht herumreiten, denn ich persönlich fahre am liebsten im Trockenen. Regenfahrer dürfen das gern anders sehen. Trotz aller negativen Punkte, kann und werde ich allen Rennspiel-Freunden eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, denn es ist das mit Abstand das aktuell beste Rennspiel, was die PlayStation 4 je auf ihre Festplatte bekommen hat. Und mit allen Rennspiel-Freunden meine ich auch alle. Gamepad-Faher und Lenkrad-Besitzer gleichermaßen.

    8
    • tolle Fahrphysik
    • Padsteuerung
    • sehr guter Multiplayer
    • gutes Force Feedback
    • sehr schöne Grafik
    • gelungener Soundtrack
    • schöne Strecken
    • perfekt modellierte Fahrzeuge
    • grandioser Fotomodus
    • Lackierungs-Editor
    • technisch sauber
    • aufwendige Präsentation
    • FiA zertifiziert
    • ohne Internetverbindung nutzlos
    • keine Karriere
    • kein optisches Schadensmodell
    • keine Kalibrierungsmöglichkeit für Lenkräder
    • Motorensounds könnten besser sein
    • Traktionskontrolle umständlich zu deaktivieren
    • keine Wettereffekte
    • Strafen und Sportsgeist-Abwertungen oftmals nicht nachvollziehbar
     
    Bull

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    #1 Bull, 21. Nov. 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Nov. 2017
  2. Kommentare (9)
  3. Vielen Dank für den umfangreichen und schönen Test. Ich habe aufgrund der Fülle an unterschiedlichen Racing-Spielen dieses Jahr kein Interesse an GT Sport, dafür ist einfach zu viel da zum Spielen. Aber dein Test sagt mir, dass ich wohl im kommenden Jahr zugreifen und erneut meinen Spaß mit dem Titel haben werde.

    Der Online-Zwang stört mich nicht, da ich immer online bin. Natürlich ist es bitter, dass Speicherstände nicht zwischengespeichert werden und dann später hochgeladen ...
     
    Bull gefällt das.
  4. Mich stört der Online-Zwang grundsätzlich auch nicht, aber selbst wenn der Provider streikt, ist mit GT Sport nahezu nichts anzufangen. Mal ehrlich, die PS4 in die Bereitschaft zu setzen ist keine Option, es sei denn man spielt wirklich nichts anderes. Aber es geht ja nichts. Du kannst dich noch nicht einmal hinsetzen und sagen, hey, ich mach derweil die Fahrschule oder Missionen. Sobald die Konsole aus ist, ist der gesamte Fortschritt flöten gegangen.

    Das ist auch der Hauptgrund, warum bei GT Sport an eine 9er Wertung nicht zu denken war, obwohl die 8 eigentlich zu wenig ist. Ich hätte, wenn es möglich gewesen wäre, eine 8,5 gegeben.
     
    Markus S. gefällt das.
  5. Klasse Test, danke @Bull , die Offline Funktionen sind absolut nutzlos. Im übrigen auch der VR-Support. Gerade mal 1 on 1 oder Zeitfahren ist via VR möglich, grafisch 5 Schritte zurück. Showroom kann man nicht mal Türen öffnen oder im Cockpit Platz nehmen. Ganz schwach. Da war Dirt Rally schon um Welten besser.
     
    Bull gefällt das.
  6. Ich war echt neugierig auf den VR Modus. Ein Arbeitskollege hat sich die PSVR gekauft, allerdings haben wir es bis heute nicht geschafft, das ich mir GT Sport bei ihm in VR mal gönnen kann. Wird aber bestimmt noch klappen.
     
  7. Stark!
    Ich konnte mir schon denken, dass der Foto-Modus etwas taugen wird aber genauso war dieser „always online“ Zwang berechenbar. Ich find es schade, dass viele Spiele soviele Onlinefunktionen haben statt mehr Offlinefunktionalität zu bieten, wobei das mit symcronisieren etc immer etwas kompliziert werden könnte.
    Ich bin immer noch so zwischen Forza 7, Project Cars 2 und GTSport. Aber wenn ich es mir so recht überlege, wird es demnächst wohl Forza werden.

    - gesendet aus der One-4-U App
     
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  8. Für den Preis ist es definitiv kein Fehler. Ich bin mir auch relativ sicher, das der Unmut vieler Spieler über das Always-On-Speichern wesentlich geringer gewesen wäre, wenn man das Spiel von vorn herein zu einem Kampfpreis angeboten hätte. Der Preis macht nämlich vieles wett.

    Ich war halt sehr überrascht, welcher Wahnsinns-Aufwand in die Präsentation gesteckt wurde. Ich finde das einerseits wirklich gelungen, andererseits hätte ich mir wirklich gewünscht, das man die Ressourcen in ein anderes Speichersystem gesteckt hätte, welches eben dem Spieler ermöglicht, die Sachen, die offline zu machen sind, auch offline zu speichern. Zur Not über getrennte Spielstände, was weiß ich. Ich weiß auch nicht, inwiefern die FiA da eventuell Vorgaben gemacht hat. Das konnte ich im Vorfeld nicht recherchieren bzw. habe keine verlässlichen Aussagen dazu gefunden.

    Es waren so einige Sachen angekündigt, auf die ich im Test gar nicht eingehen wollte, so sollte es ursprünglich möglich sein, eine echte Rennlizenz zu erwerben. Die dann selbstverständlich auch mit Kosten verbunden ist. Allerdings ist man da auch zurück gerudert und hat das Ganze entschärft, das man wohl die Lizenz zwar erwerben kann, die aber keinerlei reale Rennteilnahme ermöglicht. Wie bereits in Gran Turismo 5 wirken viele Ideen übertrieben und zu enthusiastisch.

    Ich schätze aber mal, das der wahnwitzige Präsentations-Aufwand die Basis für GT7 sein wird.
     
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  9. @Bull wenn man vom Teufel spricht: Gran Turismo Sport: Incoming Updates Add New Cars, Offline Play, GT League & More

    Patch 1.06 (Coming November 27th, 2017)

    "In addition to the new cars, when the patch drops on November 27 you can also look forward to the Livery Editor, Scapes and Campaign modes becoming available to play offline (you will still require internet access to save your progress)."

    Trotzdem weiterhin online speicherpflicht ... aber konnte man vorher sogar nicht offline zocken?
     
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  10. Ich verstehe den Passus auch nicht. Man kann aktuell bis auf die Online-Rennen, was ja logisch ist, alles Offline fahren. Aber halt nicht speichern. Sämtlicher erfahrener Fortschritt ist aktuell weg, sobald man das Spiel beendet. Ich habe es ja extra probiert, indem ich meinen Router ausgeschaltet hatte.
    Das Spiel nervt dann zwar mit einer permanent wiederholenden Einblendung, das nicht gespeichert werden kann und bevor es weitergehen kann, versucht das Spiel auch sehr oft, eine Verbindung herzustellen, aber es geht irgendwann weiter und man kann alles machen, aber eben nicht speichern.
     
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