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One 4 Review: The Elder Scrolls Online: Morrowind im Test

Dieses Thema im Forum "(P)reviews" wurde erstellt von Markus S., 4. Aug. 2017.

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  1. OnePS4 The Elder Scrolls Online: Morrowind
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    Seit dem 6. Juni ist mit Morrowind die erste große Erweiterung für The Elder Scrolls Online (TESO) erschienen. Wir haben die Erweiterung ausgiebig getestet und verraten euch in unserem Test, was euch erwartet.

    Am Tag des Release von Morrowind war die Veröffentlichung des Hauptspiels zu TESO für PlayStation 4 und Xbox One fast 2 Jahre (9. Juni 2015) her. Die Zwischenzeit überbrückte Entwickler Zenimax mit kostenlosen Updates und kostenpflichtigen DLCs, welche einzeln gekauft werden können oder im optionalen ESO-Plus-Abo enthalten sind. Doch was macht Morrowind zu einer „Vollpreis“-Erweiterung? Der erste Unterschied zu den bisher erschienenen DLCs ist zunächst einmal, dass jeder Spieler, egal ob ESO-Plus-Abonnent oder nicht, die Erweiterung käuflich erwerben muss, um die neuen Inhalte spielen zu können. Dazu zählen neben der neuen Klasse des Hüters eine neue 12er-Prüfung und die Spielwelt in Vvardenfell.

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    Die Verliese sehen insbesondere auf der PS4 Pro nochmal einen Ticken beeindruckender aus

    Mit dem Update „One Tamriel“ entfernten die Entwickler die letzten spielerischen Hürden in TESO und ermöglichten das fraktionsübergreifende Zusammenspielen. Die Spielwelt von TESO unterteilte sich bisher in drei Hauptgebiete. Bis zum vorgenannten Update war es notwendig die Hauptquest und somit das ein Gebiet nach dem anderen abzuschließen, um die weiteren Hauptgebiete zu erkunden. Mit dem Update „One Tamriel“ wurde diese „Hürde“ entfernt und Spieler konnten unabhängig der gewählten Fraktion und Rasse in der Spielwelt herumreisen und die jeweiligen Gebiete erkunden. Diesem Ansatz folgt auch Morrowind. Neben einem neuen Tutorial, welches uns mit einem neuen Charakter erwartet, können wir mit unserem bisherigen Charakter direkt das neue Gebiet erkunden und die dortigen Aufgaben erledigen. Die flexible Stufenskalierung hat ebenfalls weiterhin bestand. Von diesem Feature darf man halten, was man möchte, es ist jedoch sehr einsteigerfreundlich und erlaubt eine flexible Herangehensweise an TESO und die neue Erweiterung.

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    Das neue Tutorial beginnt auf einem Schiff

    Morrowind stellt eine konsequente Weiterführung des bereits Bekannten dar. Wer mit TESO viel Spaß hatte, wird mit Morrowind ebenso zufrieden sein. Wer jedoch in TESO das Haar in der Suppe suchte, findet dieses auch in Morrowind. Die Stärken und Schwächen des Hauptspiels ziehen sich durch die Erweiterung und werden lediglich mit einzelnen neuen Elementen ergänzt. Für mich, der mit TESO mehrere hundert Stunden Spielspaß hatte, war die Reise nach somit Morrowind wie eine Rückkehr ins heimische Wohnzimmer.

    Am Layout und der Spielmechanik hat sich nichts verändert und somit finden Rückkehrer und Neueinsteiger schnell ins Spielgeschehen. Technisch hat sich mit Morrowind nicht viel verändert. Grafisch ist TESO auch nach 3 Jahren ein solider MMO Titel, der mit dem PS4 Pro Update nochmal einen Satz nach vorne gemacht hat.

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    Im Verlies sollen riesige und furchteinflössende Monster warten ...

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    ... diese stellen sich jedoch kleiner heraus, als gedacht.

    Die Quests und damit einhergehenden Geschichten, sind ebenso liebevoll und abwechslungsreich inszeniert, wie man es aus TESO gewohnt ist. Wir erhalten vielfach die Möglichkeit uns zwischen mehreren Antwortmöglichkeiten zu entscheiden und die Dialoge sind dabei ausgezeichnet vertont. Zenimax greift auf namhafte Synchronsprecher wie Till Hagen zurück (u.a. Kevin Spacey) und verpasst der Erzählung somit die notwendige Tiefe. Die Dialoge lassen sich zwar auch gekonnt überspringen, indem man die NPCs abwürgt, jedoch entgehen einem dabei die inhaltlichen Gründe warum man tut was man tut und auch die zu treffenden Entscheidungen verlieren dadurch ihren Reiz.

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    Weltenbosse bietet eine gelungene Abwechslung.

    Durch „One Tamriel“ kam die Möglichkeit dazu Verliese auch alleine anzugehen. Dies war wohl der Thematik geschuldet, dass die Gruppensuche in TESO seit Jahren ein Graus ist und die Kommunikation mit „fremden“ Spielern gerade auf der Konsole doch eher schlecht als recht läuft. Ich kann in diesem Zusammenhang nur den Vergleich zu World of Warcraft ziehen. Meine Erfahrungen liegen schon fast 7 Jahre zurück und schon damals lief es beim Branchenprimus bedeutend besser was die Gruppenzusammensetzung und die Kommunikation betrifft. Hat man jedoch eine feste Gruppe, so kann man ungestört durch die einzelnen Verliese ziehen. Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten entstehen dabei erst in den 12er Prüfungen, von denen in Morrowind eine neue auf uns wartet. Alleingänger finden die Erfüllung wohl eher in den abwechslungsreichen Questreihen und den umfangreichen Möglichkeiten seine Sammelwut zu befriedigen. Neben einfachen Sammelaufgaben, erwarten uns erneut Rätsel die es zu lösen gilt. Dabei hilft uns die nähere Umgebung oder ein geführter Dialog mit einem NPC. Die Zahl der Rätsel ist angenehm gewählt und bringt immer mal wieder frischen Wind ins Spiel.

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    In diesem Rätsel müssen wir die Farben richtig sortieren...

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    ...Tipps erhalten wir dabei vom NPC

    Es gibt in Vvardenfell viel zu entdecken und die Spielwelt ist dabei liebevoll umgesetzt. Man spürt sofort, dass man ein neues Gebiet betritt. Neben neuen Weltbossen können wir Höhlen und Verliese entdecken. Auch neue Himmelsscherben erwarten uns. Zeitlich können Spieler sich auf über 30 Stunden einstellen, um das neue Gebiet komplett zu erkunden.

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    Vvardenfell bietet viel zu erkunden.

    Wie eingangs angesprochen, erhalten wir nicht nur ein umfangreiches neues Gebiet und eine neue 12er Prüfung, sondern erstmals findet eine neue Klasse den Weg ins Spiel. Der Hüter besitzt wie seine Pendants drei Fertigkeitslinien die es zu erforschen gilt. Das absolute Highlight für mich stellt dabei der Tiergefährte dar, den wir beschwören können. Sobald wir die Fähigkeitslinie auf Level 12 gebracht haben, können wir einen ungezähmten Wächter in Form eines Graubären beschwören. Dieser unterstützt uns im Kampf und sieht dabei noch verdammt cool aus. Weiterhin haben wir die Möglichkeit im Reiter Winterskälte Eiszauber zu nutzen und unsere Feinde dementsprechend zu manipulieren. Grafisch machen diese Zauber einiges her. Zu guter Letzt können wir mit der Gleichgewicht-Fähigkeit uns zum begehrten Heiler transformieren. Diverse Heilzauber helfen dabei uns und unsere Gefährten am Leben zu halten. Dies funktioniert dankenswerterweise auch mit Spielern außerhalb der eigenen Gruppe, sodass man bei Weltenbossen spontan geschwächte Spieler unterstützen kann und diese nicht erst in eine Gruppe einladen muss.

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    Sobald wir Level 12 in der Gefährten Fähigkeit erreicht haben, erhalten wir unseren Gefährten...

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    ... den Graubären

    Natürlich erwartet uns in Morrowind auch wieder PVP. Mit diesen Modi kann ich absolut nichts anfangen, habe mir die Belagerungskämpfe jedoch trotzdem kurz angeschaut. Diese dürften insbesondere für Neueinsteiger und PVP-Muffel wohl eher zu zeit intensiv sein. Alternativen bieten dagegen die sogenannten Schlachtfelder, die drei Spielmodi bieten. In Flaggenjagd, Todeskampf und Vorherrschaft kämpfen wir in rund 15 Minuten langen Schlachten gegen andere Spieler. Ab Stufe 10 können wir teilnehmen und benötigen selbstverständlich die Morrowind Erweiterung. Die Modi unterscheiden sich dabei in den altbekannten Szenarien. Flaggenkampf ist das übliche Capture the Flag, Todeskampf bildet Team-Deathmatch ab und Vorherrschaft ist ein Eroberungs-Modus. Die Runden dauern dabei 15 Minuten oder bis ein Team eine bestimmte Anzahl von Punkten gesammelt hat. Somit sind Endlos-PVP-Runden ausgeschlossen. Die vorgenannten Modi werden auf drei neuen Karten ausgetragen, welche nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Zukünftig sollen weitere Karten folgen.

    Fazit

    Zenimax bringt mit Morrowind die erste Vollpreis-Erweiterung für The Elder Scrolls Online. Rund zwei Jahre nach der Veröffentlichung auf der Konsole war dies auch nötig. Inhaltlich hat TESO im Endcontent nicht wirklich viel zu bieten und da kommen neue Inhalte, die erneut die Stärken des Spiels in den Vordergrund stellen, gerade richtig. Die Inszenierung der neuen Spielwelt ist ebenso gelungen, wie die neuen Quests und Geschichten dahinter. Der Hüter bietet als neue Klasse ebenfalls einen Grund nochmal "neu" anzufangen. PVP Liebhaber kommen zwar auch auf ihre Kosten, dennoch stellt die Langzeitmotivation ein elementares Problem von TESO dar. Diese sehe ich weder im PVE noch im PVP und bin gespannt, wie die Entwickler TESO in den kommenden Jahren weiterentwickeln werden. Morrowind hat mir nach den zwischenzeitlich DLCs und kostenfreien Updates viele weitere Stunden Spielspaß gebacht und ich werde sicher nach Tamriel zurückkehren.

    8
    • Liebevoll inszenierte Story
    • Abwechslungsreiche Quests
    • Der Hüter ist eine gelungene Klasse
    • Der Bär
    • Umfang ist solide (mehr als 30 Stunden)
    • Starke Dialoge und namhafte Synchronsprecher
    • Einsteigerfreundlich
    • Kein MMO-Gefühl (man kann alles alleine machen)
    • Preis für den Umfang zu hoch
    • Endcontent zu schwach
    • Kaum technische Verbesserungen (u.a. Gruppensuche, ...)
     
    Markus S.

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    #1 Markus S., 4. Aug. 2017
    Zuletzt bearbeitet: 4. Aug. 2017
  2. Kommentare (1)
  3. Ich bin großer Elder Scrolls Fan und hab deshalb auch TESO einmal ausgiebig gespielt. Dabei hab ich festgestellt, dass MMOs wirklich absolut nicht meine Welt sind. Ich hätte ein deutlich ausgeklügelteres Kampfsystem sehr begrüßt, ebenso die Möglichkeit, in der Welt allein zu spielen. Dass immer und überall zig Leute umherwuseln, macht die Atmosphäre für mich kaputt. Dass man viele Sachen nur gegen endloses grinding oder aber gegen Echtgeld bekommen kann, nervt mich dann vollends. Mag sein, das gerade diese angesprochenen Punkte ein MMO ausmachen. Daran merke ich, dass das Genre nix für mich zu bieten hat.
     
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