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PS4 Review: Shadow Tactics: Blades of the Shogun im Test

Dieses Thema im Forum "(P)reviews" wurde erstellt von Apfelpuffer, 29. Juli 2017.

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  1. OnePS4 Shadow Tactics: Blades of the Shogun
    Action, Strategie 2017-07-28 Kalypso Media Daedalic Entertainment Jetzt bestellen

    Wir schreiben das Jahr 1998. Gerhardt Schröder wird Bundeskanzler, Monica Lewinsky wird durch ein fleckiges Kleid weltberühmt und das Schweinsohr wird der Pilz des Jahres. Zudem bewegt sich das 20. Jahrhundert seinem Ende entgegen und überall in Deutschland eröffnen Internet-Cafés und erfreuen sich großer Beliebtheit. Im August des besagten Jahres bringt ein spanischer Entwickler namens Pyro Games ein Echtzeit Taktik Spiel auf den Markt, welches den Namen Commandos: Hinter feindlichen Linien trägt. Der Spieler übernimmt darin die Kontrolle über eine Hand voll Soldaten im Zweiten Weltkrieg, von denen jeder unterschiedliche Fähigkeiten besitzt. Mit taktischem Kalkül und geschickt geplanten Zügen müssen nun geheime Aufträge gegen das damalige Nazideutschland vollführt und somit zum Sieg der Alliierten beigetragen werden. Commandos erhält noch 3 Nachfolger, wobei nur Teil 2 noch eine Schippe drauf legen kann. 2001 erscheint Desperados. Das gleiche Spielprinzip, nur verlagert man die Geschehnisse in den Wilden Westen. Auch Desperados wird zum Erfolg, bekommt allerdings nur einen Nachfolger spendiert.


    Knapp 10 Jahre nach dem Erscheinen von Commandos wird die Spieleschmiede Daedalic Entertainment gegründet. Das erste Spiel der Mannen ist Edna bricht aus, ein abgedrehtes Adventure in Reinform und natürlich ein riesiger Erfolg. Es folgen A New Beginning, Harveys neue Augen und Deponia. Alles hochgelobte und technisch sehr gute Adventures, die vor allem auf dem PC erfolgreich werden. Im Jahr 2016, 18 Jahre nach dem Release von Commandos, erscheint Shadow Tactics: Blades of the Shogun für den PC. Daedalic fungiert mittlerweile als Publisher und der Entwickler des Spiels ist Mimimi Productions. Das Spielprinzip ähnelt abermals stark dem von Commandos und Desperados, nur wurde das Setting ein weiteres Mal verlegt. Und wie der Name schon erahnen lässt, befinden wir uns diesmal in Japan. Genauer gesagt in der Edo-Zeit (1603-1868). Nun, im Juli 2017, schafft es Shadow Tactics: Blades of the Shogun auch auf die PlayStation 4 und wir verraten euch, wie sich das Spiel schlägt.

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    Impressionen für den heimischen Garten

    Big in Japan

    Als dem hier schreibenden Autor das Spiel zugewiesen wurde, so dachte er, er müsse jetzt so etwas wie Dynasty Warriors über sich ergehen lassen. So viel also zum Thema erster Eindruck. Als das Spiel dann auf der Festplatte der PlayStation 4 installiert war und das erste Mal die Kontrolle an den Autoren übergeben wurde, war sofort klar, welch verheerender Irrtum sich da verbreitet hatte. Und alle Skepsis war mit einem Wisch weggefegt. Schon die ersten fünf Minuten reichen aus, um einen in die glorreiche Commandos/Desperados Zeit zurück zu versetzen und man fängt an Shadow Tactics: Blades of the Shogun zu genießen.

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    "Wenn's im Winter schneie tut" - Vorsicht, Spuren im Schnee sind verräterisch

    Doch von vorn. Wir übernehmen also die Steuerung unserer Protagonisten in einer isometrischen Perspektive, sprich schräg von oben. Die Ansicht lässt sich dazu frei um 360° drehen und stufenlos zoomen. Während der Missionen lenken wir das Geschick von bis zu fünf Charakteren. Jeder besitzt dabei unterschiedliche Fähigkeiten und unser Ziel ist es nun, selbige so miteinander zu kombinieren, dass wir möglichst unentdeckt den Erfolg unserer Mission feiern können. Während unser Ninja Hayato ein Meister des lautlosen Tötens mit Schwert und Wurfstern ist, ist der Samurai Mugen ein Haudrauf, mit Sake zur Ablenkung und einem Spezialmanöver, welches gern auch mal 4 nah beieinander stehende Gegner mit einmal ausschaltet. Takuma hingegen verlässt sich auf sein Scharfschützengewehr und sein abgerichteter Marder. Desweiteren hat Shadow Tactics: Blades of the Shogun noch die junge Diebin Yuki mit tötlichen Fallen und die liebreizende Kunoichi Aiko die die Kunst der Verführung und Verkleidung beherrscht, anzubieten. Ein breites Spektrum an Fähigkeiten also um die rund ein dutzend Missionen erfolgreich zu bewältigen.

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    Die bunte Stimmung trügt

    Auf dem Sichtkegel surfen

    Sicher, man kann, wenn man es darauf anlegt, Shadow Tactics: Blades of the Shogun als knallhart mordendes Quintet, welches sich nicht um Taktik schert spielen. Jedoch wird man schnell feststellen, dass das Spiel eine solche Vorgehensweise mit schwer bewaffneten und wenig zimperlichen Wachen kontert. Besser eignet sich dann doch die überlegte und taktisch klug ausgearbeitete Variante, welche obendrein noch deutlich spaßiger und vom Spielgefühl her immens intensiver ist. Dazu wird einem noch die Möglichkeit an die Hand gegeben die Sichtkegel der Gegner einzublenden. Dieser wird mit einer Grünen Fläche dargestellt. Ist diese ausgefüllt, werden einen die Kontrahenten auf jeden Fall entdecken. Ist sie hingegen schraffiert, so hilft es schon sich zu ducken und man ist für die Wachen unsichtbar. Wer jetzt noch ein Händchen für akkurates Timing hat der wird schnell die ersten Erfolge feiern. Obendrein sollte man auch vom Schattenmodus Gebrauch machen. Dabei ist es möglich für jeden Charakter eine Aktion zu planen und „abzuspeichern“. Auf Knopfdruck werden diese dann simultan ausgeführt. Ein sehr nützliches und spannendes Feature. So kann man zum Beispiel den Ninja einen Stein werfen lassen welcher eine Wache ablenkt, im selben Moment mit der Diebin einen Schlüssel von ihr klauen und den Samurai eine andere Wache, die sich vorher noch im Sichtbereich der ersten Wache befand, ausschalten lassen. Sensationell.

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    Ein blockierter Konvoi, unsere Chance zuzuschlagen

    Die Umgebungen in den einzelnen Missionen sind sehr schön und abwechslungsreich gestaltet. Egal ob ein idyllischer Wald, eine schwer bewachte Festung oder ein verschneites Bergdorf, den geneigten Spielern wird immer eine Menge Abwechslung geboten. Leider dienen Gebäude – und hier auch nicht alle – nur als Versteck und die Innenbereiche sind nicht ausgestaltet worden. Dennoch bieten sich jede Menge Wege um an sein Ziel zu kommen. Klettern, springen, Schwimmen oder auch mal Kutsche fahren, viele Wege führen nach Rom. Zum Abschluss jeder Mission erwartet uns eine ausführliche Auswertung. Zudem können bei jedem Auftrag verschiedene Medaillen erspielt werden, welche sich durch bestimmte Aktionen freischalten lassen. So muss während einer Mission kein Zivilist getötet werden oder bei einer anderen sollen drei Wachen gleichzeitig durch ein wütendes Rind erledigt werden. Herausforderung genug also, um die Aufträge nochmals in einem der drei Schwierigkeitsgrade anzugehen.

    Fazit

    Was für ein Spiel. Shadow Tactics: Blades of the Shogun ist schon allein wegen seiner Reminiszenz an die Klassiker Commandos und Desperados ein Hit. Was Daedalic und Mimimi hier auf die Beine gestellt haben ist ein Pflichtkauf für jeden Echtzeitstrategen und die die es werden wollen. Die vielen Möglichkeiten die Missionen zu erfüllen und die sympathischen Charaktere machen Shadow Tactics: Blades of the Shogun zu einem der überraschendsten Titel in diesem Jahr.

    9
    • Erinnerungen, die wach werden
    • Taktisches Kalkül wird belohnt
    • Unterschiedliche Fähigkeiten der Charaktere
    • Große und abwechslungsreiche Karten
    • Schattenmodus
    • Unaufdringlicher und passender Soundtrack
    • Japanische Vertonung
    • Keine ausgestalteten Innenräume
     
    Apfelpuffer

    Apfelpuffer Spambot
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    #1 Apfelpuffer, 29. Juli 2017
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juli 2017
  2. Kommentare (6)
  3. Das wäre mal ein cooles ps plus game
     
  4. In 10 Jahren bei Sony...

    - gesendet aus der One-4-U App
     
    MOT gefällt das.
  5. Warum auch Spiele von kleinen Indie-Entwicklern kaufen... :poo:
     
    SnakeXTC gefällt das.
  6. Das ist ja komplett an mir vorbeigegangen. Ich fand das Spielprinzip von Commandos eigentlich immer ganz geil. Ist zwar schon ne weile her aber ich glaube das werd ich mir mal anschauen
     
  7. Von mir auch eine dicke Empfehlung, habe es letztes Jahr zum PC-Release gespielt und war auch begeistert.
    Ich würde sogar behaupten, es macht das was Commandos gemacht hat noch besser.
     
    ForrestFunk gefällt das.
  8. Ah, ganz würde ich das nicht unterschreiben. Zum Beispiel konnte man bei Commandos 2 Häuser betreten und auch darin rumschleichen. Teil 1 würde ich mitgehen, immerhin hatte Shadow Tactics ja mehrere Spiele um gescheit abzuguggen. Es gab übrigens vor ein paar Jahren einen solchen Genretitel im Robin Hood Universum :)
     
    Mirco M. gefällt das.
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